Kathrin Matti
Dipl. Individualpsychologische Beraterin AFI
Kathrin Matti bietet professionelle Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen. Ihr Angebot umfasst Psychosoziale Beratung, Coaching, Mediation und Supervision für Einzelpersonen und Mehrpersonensettings, im privaten und betrieblichen Kontext. Mit ihrem individualpsychologischen Ansatz fördert sie nachhaltige Entwicklung und neue Perspektiven.
Meine Geschichte mit der Individualpsychologie
Wie bin ich zur Individualpsychologie gekommen?
Vor vielen Jahren führte mich eine persönliche Sinnkrise zu einer individualpsychologischen Beraterin. Mit psychologischen Themen hatte ich mich bis dahin kaum beschäftigt. Ihre Art, die Beratung zu gestalten, inspirierte mich und half mir, wieder zu meiner Stärke zu finden. „Der Mensch weiss viel mehr, als er versteht“ (Alfred Adler). In mir wuchs der Wunsch, auch andere Menschen dabei zu begleiten, sich selbst besser zu verstehen und ihre Möglichkeiten zu entdecken. 2008 begann ich meine Ausbildung in der ersten Ausbildungsgruppe der Akademie für Individualpsychologie (AFI). Seit 2010 bin ich mit Beratung für dich. Kathrin Matti. selbständig. Der AFI blieb ich in verschiedenen Rollen verbunden: als Tutorin, Dozentin für Praxis der Beratung, Paarberatung und Mediation, als Ausbildungsgruppenleiterin und als Supervisorin. Nach vielen bereichernden Jahren entschied ich mich, mein Angebot neu zu fokussieren. Geblieben ist meine Begeisterung für die Individualpsychologie und damit das Fundament für meine Beratertätigkeit sowie an der AFI der Unterricht Mediation und die Supervision für angehende und ausgebildete psychosoziale Beratende. Hinzugekommen ist in meiner selbständigen Tätigkeit Beratung im betrieblichen und organisationalen Kontext.
Wie hat die Individualpsychologie mein Leben verändert?
Gut aber verkehrt… Es war einmal eine Vogelfamilie. Sie hatte ihr Nest in einem der schönsten Täler des Vogellandes, umringt von mächtigen Bergen und beschenkt von vielen Sonnenstunden. Die Familie hatte zwei Vogelbuben, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Der Erstgeborene pflegte grosse Sorgfalt zu seinen Habseligkeiten, der andere verlor ständig etwas, oder machte etwas kaputt. Er frass auch sehr wählerisch. Es blieb ein langersehnter Wunsch, doch eines Tages bekam die Vogelfamilie noch ein Vogelmädchen. Überraschend kam es verkehrt auf die Welt und alle waren heil froh, dass es trotzdem den Weg in die Welt gefunden hatte. Das Vogelmädchen lernte schnell, wie es sein muss, dass die anderen mit ihm zufrieden sind. So wurde es zum Vorzeigevögelchen und alle waren stolz auf das Vogelmädchen. Das Vogelmädchen kannte aber auch eine zweite Seite. Diese hat keiner in der Vogelfamilie gekannt. Manchmal fühlte es sich irgendwie verkehrt. Dann schaute es in sein Spiegelbild am See. Da sah es sich auf dem Kopf stehen und das stimmte es nachdenklich. Das Vogelmädchen versuchte sich so zu verdrehen, dass sich das Spiegelbild drehte. Es konnte schon ganz schräg stehen, aber das Spiegelbild blieb verkehrt. Eines Tages kam ein Hirsch vorbei und dieser fragte erstaunt, was es denn da treibe. Ich versuche mich zu drehen, antwortete das Vögelchen. Für den Hirsch war das unverständlich, denn für ihn war das Vögelchen so gut, wie es war. Der Hirsch beobachtete das Treiben, dann wollte er es auch versuchen und er drehte seinen Kopf auch so wie das Vogelmädchen. Doch dabei konnte er das Gleichgewicht nicht halten und er plumpste mit einem grossen Krach auf seine Seite und schimpfte und jammerte. Das Vogelmädchen musste sich das Lachen verkneifen. Das sah so lustig aus. Für den Hirsch stand fest, das sei Blödsinn, das gehe nicht. Er stand wieder auf und zog weiter seinen Weg. Da kam ein Dachs vorbei. Auch dieser fragte nach, wieso das Vögelchen denn so schräg dastand. Wieder antwortete das traurig dreinblickende Vogelmädchen, dass es sein Spiegelbild drehen möchte. Auch der Dachs konnte diese Anstrengung nicht nachvollziehen, für ihn sah das Vogelmädchen nicht verkehrt aus. Auch er versuchte so schief zu stehen und fiel dabei schwerfällig auf die Seite. Dieses Mal konnte das Vogelmädchen das Lachen nicht verkneifen. Der Dachs schüttelte den Kopf und zog weiter. Da kam ein Fuchs vorbei. Auch dieser wunderte sich über die Verrenkung die das Vögelchen machte. Auch er sah nicht ein, wieso sie meinte sich drehen zu müssen. Für ihn war sie so genau richtig, wie sie war. Er schaute ihr zu und meinte dazu, dass es schon schräg sei, was es da könne. Das könne er nicht. Für ihn sei das eine besondere Fähigkeit. Das Vogelmädchen hörte dem Fuchs zu und wollte nun wissen, was für eine Fähigkeit, dieses Verkehrte denn darstelle. Ihm schmerzte der Nacken von diesem ständigen schräg stehen. Es könne das Verkehrte sehen, das sei das Gute. Was für andere vielleicht so richtig scheint, ist vielleicht manchmal verkehrt und dann ist es gut, wenn man dieses erkennt. Du musst nicht das Verkehrte in Dir drehen. Du musst das Verkehrte zum Guten nutzen. Das macht dich besonders. (Ein Märchen für dich. Geschrieben von Kathrin Matti)
Kathrin Matti
Beratung für dich
Region: Münsingen (BE)
Angebot:
- Psychosoziale Beratung
- Coaching privat und beruflich
- Mediation privat und beruflich
- Supervision privat und beruflich