Was für ein spannendes Kongress Wochenende 2026

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen trafen sich in Suhr knapp 100 Interessierte zum 7. Schweizer Kongress für Adlerianische Psychologie – dem SKAP. Zwei Tage lang standen Begegnung, Inspiration, fachlicher Austausch und die Frage im Mittelpunkt, was uns Menschen stärkt, ermutigt und in unserem Leben weiterbringt.

Der SKAP ist längst mehr als eine reine Weiterbildungsveranstaltung. Er ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die sich für die Individualpsychologie nach Alfred Adler interessieren, sich beruflich weiterentwickeln oder ganz persönlich neue Impulse suchen. Genau diese besondere Atmosphäre war auch in diesem Jahr wieder spürbar: engagierte Gespräche, herzliche Begegnungen, vertraute Gesichter und viele neue Kontakte prägten das Wochenende.

2026 - Viele Teilnehmer am SAKP Kongress 2026

 

Spannende Impulse und neue Perspektiven am Kongress

Das Programm war vielfältig und bewegte sich mitten im Leben. Die Referentinnen und Referenten griffen Themen auf, die uns als Menschen, in unseren Beziehungen, Familien und im Berufsalltag beschäftigen. Alle Präsentationen findest du hier: https://www.skap.ch/skap-2026/dokumente.php

2026 - Cornelia und Daniel Lindner - Partnerschaft und Herkunftsfamilie

Cornelia und Daniel Linder – Partnerschaft und Herkunftsfamilie 

 

Den Auftakt am Samstag machten Cornelia und Daniel Linder mit ihrem Referat «Partnerschaft und Herkunftsfamilie». Sie zeigten auf, wie familiäre Prägungen unsere Beziehungen beeinflussen können und welche Ressourcen, aber auch Herausforderungen daraus entstehen. Ein Thema, das viele persönliche Anknüpfungspunkte bot und zum Nachdenken über die eigene Geschichte und das eigene Beziehungserleben einlud.

Anschliessend widmeten sich Dr. med. Nicole Chou-Knecht und Carina Rettberg der Frage «PDA – anders autistisch?». Der Blick auf den aktuellen Forschungsstand sowie auf klinische und therapeutische Aspekte eröffnete neue Perspektiven auf ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Bei den Side Lectures am Nachmittag konnten die Teilnehmenden zwischen zwei Themen wählen „Zwischen Klarheit und Neubeginn“ mit Caroline Shama-Levaillant und „Expats – ein Leben in der Schweiz“ mit Vera Lutzke

2026 - Prof. Thomas Fischer - Sinnhafte Führung im Generationenmix

Prof. Thomas Fischer – Sinnhafte Führung im Generationenmix

 

Beim letzten Vortrag am Samstag nahm Prof. Thomas Fischer die Teilnehmenden mit in die Welt der «Sinnhaften Führung im Generationenmix». Dabei ging es weniger um Führungsverhalten, sondern um die grundsätzliche Frage nach Sinn, Orientierung und einem gelingenden Miteinander verschiedener Generationen. Ein Thema, das gerade in unserer sich wandelnden Arbeitswelt viele wertvolle Denkanstösse lieferte.

Am Samstag Abend wurden alle Teilnehmenden vom grossartigen Apero-Buffet von Andrea Pini verwöhnt. 

Köstliches Apero-Buffet von Andrea Pini, Co-Präsidentin SGIPA

 

Der Sonntag setzte die inhaltliche Reise mit ebenso aktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen fort. Prof. Dr. Daniel Süss beleuchtete die Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einer digitalisierten Gesellschaft. Welche Funktion haben digitale Medien? Welche Chancen bieten sie – und wo liegen mögliche Herausforderungen für eine positive Entwicklung? Fragen, die Eltern, Fachpersonen und letztlich uns alle beschäftigen.

Mit dem Thema «Narzisstischer Missbrauch in Beziehungen – Modewort oder echte Gefahr?» setzte Saraj Stutz einen weiteren wichtigen Akzent. Der Vortrag sensibilisierte für Dynamiken in Beziehungen und regte dazu an, genauer hinzuschauen und Begriffe kritisch zu hinterfragen.

Nach der Mittagspause konnten die Teilnehmenden wieder zwischen zwei Themen wählen „Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ mit Rita Wahrenberger oder „Der Ärgertanz“ nach M. Rosenberg mit Laura Messina.

2026 - Laura Messina mit Ärgertanz nach M. Rosenberg am SKAP 2026

Laura Messina’s Workshop „Der Ärgertanz“ im Clubraum

 

Den Abschluss der fachlichen Beiträge bildete Rebekka Gloor mit der Technik «Die Beobachterposition – wenn der Schritt zurück neue Wege ermöglicht». Ein schöner und passender Gedanke zum Abschluss eines intensiven Kongresswochenendes: Manchmal entsteht Veränderung nicht dadurch, dass wir sofort handeln, sondern indem wir einen Schritt zurücktreten, eine Situation aus einer anderen Perspektive betrachten und dadurch neue Möglichkeiten erkennen.

 2026 - Rebekka Gloor mit "Die Beobachterposition" am SKAP 2026

Ankündigung von Rebekka Gloor für ihren Vortrag

 

Ein besonderer Abschied vom Kongress

Neben all den fachlichen Höhepunkten hatte dieser SKAP für viele Beteiligte eine ganz besondere emotionale Bedeutung. Für Ruth Bärtschi und Lucia Sutter, die Initiantinnen des Schweizer Kongresses für Adlerianische Psychologie, war es der letzte Kongress, den sie im bisherigen OK mitgestalteten.

2026 - Ruth Bärtschi und Lucia Sutter am SKAP 2026

Lucia Sutter und Ruth Bärtschi in der Moderation am Samstag

 

Seit der Entstehung des SKAP haben Ruth Bärtschi und Lucia Sutter mit enorm viel Herzblut, Engagement und Begeisterung dazu beigetragen, dass aus einer Idee eine feste Institution der individualpsychologischen Weiterbildung und Begegnung geworden ist. Ihr Anliegen war stets, Menschen zu ermutigen, Wissen und Erfahrung miteinander zu teilen und die Gedanken Alfred Adlers lebendig und praxisnah weiterzutragen.

Was über all die Jahre entstanden ist, lässt sich deshalb nicht allein in Teilnehmerzahlen, Referaten oder Kongressprogrammen messen. Es sind vor allem die Begegnungen, die Inspiration, die persönlichen Erkenntnisse und die Gemeinschaft, die den SKAP ausmachen. 

 

Der Kongress geht weiter

Mit dem Kongress 2026 übernimmt ein neu zusammengesetztes Organisationskomitee die Verantwortung für die kommenden Jahre. Ein Wechsel, der natürlich mit Abschied und Wehmut verbunden ist, gleichzeitig aber auch mit Vorfreude und Zuversicht. Symbolisch für den Übergang übernahmen Philippe Sproll und Monique Graf am zweiten Tag die Moderation des Kongresses.

2026 - Philippe Sproll und Monique Graf am SKAP 2026

Philippe Sproll und Monique Graf – Moderation am Sonntag

 

Der SKAP lebt von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Ideen einzubringen und gemeinsam etwas zu bewegen. Genau diese Bereitschaft war auch in Suhr überall spürbar.

Ein herzliches Dankeschön geht deshalb an alle, die zum Gelingen dieses besonderen Wochenendes beigetragen haben: an die Referentinnen und Referenten für ihre fachliche Kompetenz und ihre inspirierenden Beiträge, an alle Helferinnen und Helfer im Hintergrund, an die Teilnehmenden für ihre Offenheit und ihre wertvollen Begegnungen – und ganz besonders an Ruth Bärtschi für ihren langjährigen Einsatz und ihre Vision.

2026 - Helfer Team am SKAP 2026

Monique Graf, Isabelle Sproll-Imhasly, Michelle Eberhard, Nadine Bärtschi – fleissige Helferinnen

 

Danke, Ruth. Danke an alle, die den SKAP zu dem machen, was er ist. Und auf ein herzliches Wiedersehen beim nächsten SKAP!

Die Präsentationen sind auf der SKAP-Seite aufgeschaltet: www.skap.ch

 

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