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„die Seelenwerkstatt“ – Aktuelles und Kurioses aus der Vogelschau der psychosozialen Beratung

Doris Leuthard verabschiedet sich. Nach 12 Jahren im Bundesrat verabschiedet sich die Bundesrätin von der Politbühne. Als psychosoziale Beraterin verfolge ich diesen Übergang mit Interesse.

 

Die psychosoziale Beratung hat zum Thema persönliche Übergangsfertigkeiten (Change Management) einiges zu sagen

Doris Leuthard, welche als erste Frau den Hut des Bundesrates über 12 Jahre trug, verabschiedet sich in den Medien gewohnt charmant und mit klaren Worten. Über die Politik wie über das Wenige, was sie über ihre privaten Pläne preisgibt.

Selbstgewählte Veränderungen resultieren meist aus Erkenntnissen und entsprechendem Mut. Beides scheint Frau Leuthard zu haben. Entsprechend klar sieht sie ihre Ziele vor sich: «Es gibt ein Leben nach der Politik»1 und etwas weniger präzise «Das hat mich bewegt, ich habe wesentlich mehr Zeit mit meinen Mitarbeitern verbracht habe, als mit meinem Mann.»2

Ob sie damit meint, dass sie diesen zweiten Fakt nun verändern will, erklärt sie nicht explizit, dies kann aber durchaus als Annahme durchgehen. Beide Ziele gelingen aber nur, wenn der Übergang gut durchdacht und geplant ist. So jedenfalls die Überzeugung, die in der Ausbildung/Fortbildung zum psychosozialen Berater HFP / der psychosozialen Beraterin HFP vertreten wird.

 

Wenn Sie psychosozialer Berater sind, dann verfolgen Sie drei Schwerpunkte in der Übergangsberatung3

  1. Der Abschied: Der Abschiedsprozess ist eine der grossen Arbeiten, welche sich zur Bewältigung stellen. Hinschauen, verabschieden, loslassen. Und wir sprechen hier von einem Prozess, nicht von einem «ab Morgen ist alles anders».
  2. Zwischenzeit: Hier geht es um das Sammeln von Wünschen, Befähigungen, Ressourcen, persönlichen Sicherheiten, Möglichkeiten usw. die auf den Neuanfang vorbereiten.
  3. Neuanfang: Nun gilt es klare, herausgearbeitete Trittsteine zu setzen und im Neuen anzukommen.

Unserer scheidenden Bundesrätin wünsche ich für ihren Übergang alles Gute. Und vor allem, dass sie die Stufen der Übergangsberatung so ernsthaft und detailliert berücksichtigt, wie sie Politik gemacht hat: einen Schritt nach dem anderen, umsichtig, weitsichtig und weise. Sollte es Ihnen, Frau Leuthard, trotzdem nicht einfach fallen: Ein psychosozialer Berater oder eine psychosoziale Beraterin gibt es auch in Ihrer Nähe!


1 Tagesanzeiger 17.12.18
2 Aus Video: sda/keystone
3 Dr. Martina Nohl

Ihre Ruth Bärtschi

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